Im Sommerurlaub 1970 spielten meine Kinder am Strand von Elkenöre/Falster
mit Treibholzstücken. Darauf konnte ich mit einer Lupe (Nahlinse einer
Kamera) herrlich kokeln. Aus Punkten wurden Linien und daraus entstanden
Buchstaben und einfache Bilder - ein Schiff, ein Haus - ein schöner
Zeitvertreib am Strand.
Vor einem Sommerurlaub in Dänemark fand ich in einem Bastelgeschäft
eine Vorlage für eine Laubsägearbeit, eine Sperr- holzplattevon
ca. 20 * 15 cm² und 4 mm dick. Die Fläche wurde nach der Vorlage
mit Filzstift koloriert und die feinen Linien mit einer kleinen Leselupe
nachgebrannt. Auf die andere Seite brannte ich einen Urlaubsgruss und meine
Adresse. Dann hin zur Post nach Nyköbing. Die Postler fanden die Idee
lustig und bevor sie die Briefmarken aufklebten, zeigten sie die 'Karte'
im Kollegenkreis herum - dann kam sie in den Postsack. Als wir nach Appen
zurückkehrten, hatte der Briefträger die Sperrholzkarte schon
abgeliefert. Deutsche Postbeamte weigerten sich später, eine Sperrholzkarte
anzunehmen, sie hätte in Folie eingeschweißt werden müssen.Es
fehlte die Flexibilität- beim Holz und bei den Beamten. Aber das Problem
konnte auf andere Weise gelöst werden : entweder wurde Pappe mit dünnem
Fournier beklebt oder ich nehme 1,2 mm dickes Spezialholz, das eigentlich
für den Modellbau gedacht ist.